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Grabungen im Eis
Erstmals waren ArchäologInnen in der ungewohnten Situation, im Gletschereis Grabungen durchzuführen.
Eine erste archäologische Untersuchung der Fundstelle des Mannes aus dem Eis fand vom 3. bis 5. Oktober 1991 statt. Ziel war es, die Fundposition der Mumie sowie der auf dem Felssims rundum abgelegten Ausrüstungsgegenstände zu erfassen und einen detaillierten Höhenschichtenplan zu erstellen. Der Wintereinbruch verhinderte jedoch weitere archäologische Untersuchungen in demselben Jahr.
Die zweite Untersuchung fand in Zusammenarbeit mit mehreren Instituten unter der Leitung des Amtes für Bodendenkmäler der Autonomen Provinz Bozen in der Zeit zwischen dem 20. Juli und dem 25. August 1992 statt.
Lange Schönwetterperioden ließen in diesem Jahr die großen Schneemengen großteils abschmelzen. Das Eis zwischen den Steinblöcken und Felsritzen wurde mit Dampfstrahlgeräten und Föhngeräten geschmolzen. Im Sediment der Felsrinne kamen eine Reihe von Kleinfunden zutage: Neben weiteren Teilen der Ausrüstung wie Leder- und Fellresten, Gräsern, Schnüren – auch Hautteile, Muskelfasern, Haare sowie ein Fingernagel. Schließlich konnte das im Jahr zuvor abgebrochene und noch im Eis verbliebene Bogenende geborgen werden. Im Bereich des Felsblockes, auf dem der Mann gelegen hatte, wurde seine Mütze aus Bärenfell entdeckt.
Durch die zwei Grabungskampagnen wurde die gesamte Felsrinne, in der der einmalige Fund zutage gekommen war, erschöpfend untersucht.

