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Grasmantel, Matte oder Tragegestell?

Grasmantel, Matte oder Tragegestell?

Im Zuge der Nachuntersuchung wurden an der Fundstelle des Mannes drei größere Stücke eines Grasgeflechtes geborgen. Es besteht aus einem alpinen Sumpfgras.
Das Geflecht wurde zunächst als freier, ärmelloser Umhang interpretiert, der über der Pelzkleidung getragen wurde. Diese Deutung ist mittlerweile umstritten, da es sich nicht um einen Gegenstand handelt, dessen Form sich dem Körper anpasst. Es fehlen nämlich die Erweiterungen im Bereich der Schultern. Zudem ist die angenommene Trageweise ziemlich unpraktisch.

Rückentrage und Köcher hätten weder unter dem Grasmantel Platz, noch könnten sie darüber getragen werden. Der Köcher würde das Grasgeflecht auch sehr schnell aufscheuern.

Wahrscheinlicher ist, dass die Matte mit Hilfe der kleinen Schnüre am oberen Rand zusammengebunden und zeltartig über den Kopf gestülpt wurde. Ethnologische Vergleiche zeigen, dass derartige Matten vor allem von Hirtenvölkern als wirksamer Regensschutz getragen werden.

Das Geflecht könnte aber auch den fehlenden Behälter darstellen, der auf der Rückentrage befestigt war.